Braunsbach

In Braunsbach existierte bereits seit Anfang des 17. Jahrhunderts eine jüdische Gemeinde. Seit 1732 gab es eine Synagoge und einen Friedhof. Im 19. Jahrhundert trugen jüdische Ortsbewohner wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung des Ortes bei. Sie waren im Viehhandel, als Krämer und Kaufleute tätig. In dieser Zeit waren ein Drittel der Ortsbevölkerung jüdischen Glaubens. Nach ihrer rechtlichen Gleichstellung wanderten viele in die Städte und ins Ausland, vor allem in die Vereinigten Staaten, aus. 1941 und 1942 wurden die letzten zwölf Juden deportiert und ermordet. Mit den Nachfahren bestehen rege Kontakte.

Zeugnisse der jüdischen Vergangenheit sind vor allem die ehemalige Synagoge, der Friedhof auf dem Schaalberg, sowie das Rabbinatsmuseum, das 2008 im ehemaligen Rabbinerhaus eröffnet wurde. Im Ort gibt es einen Rundweg zu den jüdischen Sehenswürdigkeiten.

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